Spargelanbau in Deutschland

 

Verwandlung von Grün in Weiß

Seit Ende des 18. Jahrhunderts war die Methode, Spargel in Hügelbeeten ohne Lichteinwirkung zu ziehen, bekannt. Damit war der weiße Spargel erfunden. Denn unter Einwirkung von Sonnenlicht bildet sich Chlorophyll und der Spargel wird violett bis grün.

Spargel braucht leichte, sandige Böden, die sich schnell erwär­men. Die Karte „Anbaugebiete" zeigt, wo sich die günstigsten Lagen in Deutschland befinden. Im warmen Klima Süddeutsch­lands kann mit der Ernte eher begonnen werden als in den nördlichen Anbaugebieten.

Gleich nach Sonnenaufgang beginnt der Bauer mit dem Spargel­stechen. Feine Risse auf dem Erdhügel zeigen ihm, wo Spar­gelköpfe in Kürze durchbrechen. Dort legt er die Stangen von Hand frei und sticht sie mit einem Spezialmesser in etwa 25 cm Tiefe ab. Sie werden sofort in Körbe oder Steigen gelegt und schnell mit feuchten Tüchern abgedeckt, damit sie nicht aus­trocknen und sich nicht jetzt noch verfärben. Das Ernteloch wird sofort mit einer Kelle wieder verschlossen und glattgestrichen. Die Spargelsaison be­ginnt je nach Witterung ab April und endet am 24. Juni (St. Johann). Danach ist traditionell Schluss mit dem Spar­gelstechen, damit die Pflanzen neue Kraft­reserven bilden können.

 

Nährwert

Gegarter Spargel liefert nur 13 kcal (52 kJ) pro 100 g. Er vereint aber eine ganze Reihe von Vitaminen, Mineral­stoffen und Spuren­elementen in sich. Her­vorzuheben sind Vitamin K, Folsäure und Biotin, die u. a. am Knochen­stoffwechsel, an Haut- ­und Haaraufbau und an der Zellerneuerung beteiligt sind. Seine Ballaststoffe wirken ver­dauungsfördernd und das in ihm enthaltene Asparagin entwässernd.