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Pflanzenschutz

Kontrollierter Integrierter Anbau von Obst

Der überwiegende Teil der Obstflächen in Unterfranken wird nach den Regeln des Kontrollierten Integrierten Anbaus bewirtschaftet.
Der Kontrollierte Integrierte Anbau ist ein umweltschonendes Anbauverfahren, bei dem alle Kulturmaßnahmen optimal aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist die Erzeugung von hochwertigem Qualitätsobst unter Beachtung ökologischer Erfordernisse.
Obstbauern, die am Kontrollierten Integrierten Anbau teilnehmen, müssen sich verbindlichen Anbauregeln unterwerfen. Diese umfassen u.a. Standortwahl, Sorten- und Unterlagenwahl, Pflanzsystem, Fruchtpflege, Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte und Lagerung.
Die in der Obstanlage durchgeführten Maßnahmen müssen im Obstbau-Tagebuch dokumentiert werden. Grundlage sind die Richtlinien für den Kontrollierten Integrierten Anbau von Obst in Bayern. Die regionalen staatlichen Beratungsstellen unterstützen dies durch entsprechende Anbauhinweise.



Nützlinge und Schädlinge
lassen sich mit Hilfe der
Klopfprobe kontrollieren.


Die Verwirrungsmethode - ein neues Verfahren zur Bekämpfung der 'Obstmade'.

Zur Einhaltung der Erzeugungsregeln werden neutrale Kontrollen durchgeführt. Die hierfür zuständige Behörde ist das Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung in Bayern e.V. (LKP). Die Betriebe werden während der Saison vom LKP-Personal besucht. Hierbei werden u.a. die Obstanlagen besichtigt, das Obstbau-Tagebuch kontrolliert sowie auch Fruchtproben zur Rückstandsuntersuchung auf Pflanzenschutzmittel gezogen.
Betriebe, die die strengen Kriterien erfüllen, dürfen das Herkunftszeichen 'Qualität aus Bayern - garantierte Herkunft' führen.